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Besondere Herausforderungen in Kolumbien

Bei all den Aspekten, die wir an der grandiosen Kaffee- Nation Kolumbien nicht missen wollen, möchten wir trotzdem unserem Versprechen an Euch nach absoluter Transparenz nachkommen. Deswegen thematisieren wir die besonderen Herausforderungen, die Kolumbien im Speziellen mit sich bringt. Diese Herausforderungen schmälern keinesfalls unsere Liebe für Kolumbien und bremsen uns nicht in unserem Einsatz für fairen und nachhaltigen Kaffee vor Ort! Vielmehr geben Euch die folgenden drei Punkte ehrliche Einblicke in unseren Arbeitsalltag.

Für unsere Beratungder Kaffeebauern müssen wir kreative Wege gehen. Oftmals fehlen die technischen Voraussetzungen.

Wir wünschten, es wäre nicht so, aber ehrlicherweise entstehen im Rahmen deutsch-kolumbianischer Zusammenarbeit auch mal Konflikte, die auf unterschiedliche Konventionen zurückgeführt werden können. Beispielsweise greifen in Kolumbien „Smalltalk“ und „Businesstalk“ viel stärker ineinander, als es in Deutschland üblich ist. Auch wenn wir als soziales Start-Up natürlich nur zu gut die Schnittmenge zwischen beidem zu schätzen wissen, kann es manchmal schwer sein zwischen diesen miteinander verschwimmenden Bereichen zu navigieren. Wir nehmen aus dieser Herausforderung mit, dass man diese Unterschiede am besten mit einem Hybridmodell überbrückt, das die Stärken der jeweiligen Kommunikationskonvention nutzt, um sich international aufeinander zu zubewegen. Außerdem sehen wir auf deutscher Seite die kolumbianische Gelassenheit als Chance, um gemeinsam kreative Lösungen zu finden.

Eine zweite besondere Herausforderung der deutsch-kolumbianischen Zusammenarbeit ist die Zeitverschiebung. Wir sind gezwungenermaßen richtige Nachteulen geworden. Würden wir nicht sowieso schon so viel Kaffee trinken, spätestens nach mehreren Meetings bis in die frühen Morgenstunden hätten wir gar keine andere Wahl mehr. Die unterschiedlichen Zeitzonen erschweren schon erheblich die Kommunikation und machen die globale Distanz körperlich spürbar.

Auch das Wetter stellt uns regelmäßig vor große Herausforderungen. Hier schützt sich John, unser Gründer, mit einem Bananenblatt vor dem tropischen Regen, um den Pannendienst anzurufen.

Die letzte Herausforderung, die wir bezüglich Kolumbien ansprechen müssen, ist natürlich die Unberechenbarkeit der politischen Lage. Ein Land wie Kolumbien, das sieben Jahrzehnte Bürgerkrieg hinter sich hat, ist leider noch immer nicht stabil. Krisenzeiten treffen die Bevölkerung unmittelbar und hart und haben prekäre Lagen zur Folge, die die Infrastruktur blockieren und lahmlegen können. Gerade was diese Herausforderung betrifft, sehen wir unsere Aufgabe darin unseren Kollektiven eine Absicherung zu bieten, um so gemeinsam durch schwierige Zeiten zu kommen. Außerdem sind wir gut vernetzt mit lokalen Behörden und können durch mehrere Exportanbieter flexibel und kurzfristig auf die politische Lage in Kolumbien reagieren. So haben unsere kolumbianischen Geschäftspartner ein sicheres Einkommen und Ihr zuverlässig und möglichst schnell Euren bestellten Premiumkaffee.

Wir haben uns mit Kolumbien sicher keine kleine Herausforderung ausgesucht. Gerade das spornt uns aber umso mehr an bei der Entfaltung des Potentials und dem Umsetzen von Veränderung mitzuhelfen. Allgemein gesprochen kann man die meisten Probleme sowieso mit einem intensiven Kontakt zu den Bauern und den Produzenten lösen, um darüber hinaus das Netzwerk zu pflegen und stets die Augenhöhe zu wahren. Zusammen mit Euch und unseren Partnern können wir so unsere gemeinsame Leidenschaft für fairen und nachhaltigen Premiumkaffee ausleben!

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